Technischer Produktdesigner

Die Bezeichnung technischer Produktdesigner ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, dessen Ausbildung 3, 5 Jahre dauert. Die Namensgebung technischer Produktdesigner stammt aus dem Jahre 1947, wo der Beruf des technischen Zeichners ins Leben gerufen wurde. In den 90er Jahren machte die Entwicklung auch bei diesem Berufsbild nicht halt, sodass die PCs steigende wichtige Rolle für den technischen Produktdesigner einnahmen. Seit 2005 ist der technische Produktdesigner ein anerkannter Ausbildungsberuf.

Was macht ein technischer Produktdesigner?

Ein technischer Produktdesigner unterstützt im weitesten Sinne die Arbeit von Produktdesignern und auch Ingenieure. Die alleinige Titulierung Produktdesigner ist ein akademischer Beruf und hat mit dem technischen Produktdesigner nichts zu tun. Ein technischer Produktdesigner modifiziert und erstellt 3D-Datensätze. Des Weiteren erstellt er Dokumentationen für Baugruppen sowie Bauteile. Als Grundlage dienen technische sowie gestalterische Vorlagen. Ein technischer Produktdesigner muss unter anderem auch die Eigenschaften des Werkstoffs und das Fertigungsverfahren bei seiner Arbeit berücksichtigen. Planen, koordinieren und kontrollieren gehören ebenso zu den Aufgaben eines technischen Produktdesigners. Einfach gesagt ist ein technischer Produktdesigner ein Modedesigner für Produkte. Damit die Kleidung ein schönes Aussehen enthält, entwirft der Modedesigner Modelinien. Der technische Produktdesigner verleiht zum Beispiel Maschinen und Bauteilen ein praktisches sowie gutes Aussehen.

Welche Voraussetzungen sind nötig?

Um den Beruf des technischen Produktdesigners zu erlernen, benötigt man keine gesonderte Schulbildung. Arbeitgeber achten jedoch darauf, dass die Kernfächer wie Mathematik, Werken/Technik, Informationstechnik, Wirtschaft und Physik über eine gute Benotung verfügen. Diese Vorkenntnisse sind bei der Ausbildung zum technischen Produktdesigner hilfreich. Neben den schulischen Leistung sind ebenso persönliche Kernkompetenzen erforderlich. Kreativität ist das Wichtigste, was ein technischer Produktdesigner mitbringen muss. Sorgfalt, räumliches Vorstellungsvermögen sowie Teamfähigkeit helfen zudem bei dem Beruf weiter.

Das Berufsbild:

Das Berufsbild des technischen Produktdesigners zeigt eine duale Ausbildung auf. Der Beruf wird sowohl in einem Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule erlernt. Der technische Produktdesigner findet in der Industrie sowie bei Ingenieurbetrieben eine Ausbildungsstätte. Meist findet die Ausbildung in der Automobil- oder Luftfahrtindustrie statt. Ebenso kommen Automobilzulieferer oder auch Maschinenbauunternehmen als Ausbildungsstätte infrage. Es finden sich auch immer wieder Ausbildungsplätze in der Konsumgüterindustrie. Ein technischer Produktdesigner ist überdies in den Abteilungen der Entwicklung oder Konstruktion tätig. Überwiegend arbeitet ein technischer Produktdesigner in Büroräumen, die über Bildschirmplätze verfügen. Nach der Ausbildung kommt es zu einem Abschluss, der durch eine Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer vollzogen wird.

Die Ausbildung:

Bei der Ausbildung wird außerdem eine Fachrichtung erlernt. Es gibt den technischen Produktdesigner mit Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion sowie mit der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion.

Der technische Produktdesigner erlernt bei der Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion folgendes:


  • Planung und Konzeption von Baugruppen und Bauteilen
  • Entwurf, Ausarbeitung sowie exakte Berechnung von Baugruppe und Bauteilen
  • Auswahl der Montagetechniken sowie Füge- und Fertigungsverfahren
  • Erstellung von Simulationen
  • Gestaltung und Entwurf von Objekten
  • Freiformflächenkonstruktion
  • Objektkonstruktion
  • Anwendung der Kommunikation sowie Informationstechniken
  • Organisation und Arbeitsplanung
  • Durchführung von speziellen Maßnahmen, die der Qualitätssicherung dienen
  • Kundenorientiertes Arbeiten


Bei der Fachrichtung Maschinen- & Anlagenkonstruktion erlernt der technische Produktdesigner:


  • Klare Beurteilung der Hilfs- und Werkstoffe
  • Planung und Konzipierung von Baugruppen und Bauteilen
  • Entwurf, Ausarbeitung sowie exakte Berechnung von Baugruppe und Bauteilen
  • auswählen der Montagetechniken sowie Füge- und Fertigungsverfahren
  • Organisation und Arbeitsplanung
  • Durchführung von speziellen Maßnahmen, die der Qualitätssicherung dienen
  • Kundenorientiertes Arbeiten
  • Überprüfung und Änderung von Eigenschaften der Werkstoffe -Steuerungs- und Elektrotechnik
  • Konstruktionserstellung
  • Fertigungstechnik
  • Erstellung von Simulationen


Neben den Grundlagen, die ein technischer Produktdesigner in der Ausbildung erlernt, ist es aufgrund der stetigen Weiterentwicklung von CAD Techniken, Fertigungsverfahren sowie von Werkstoffen nötig, dass ein technischer Produktdesigner regelmäßig an Fortbildungen teilnimmt.